Reha + Behinderung

Hilfen für Menschen mit Handicaps

Reha + Behinderung: unsere Produkte und Dienstleistungen

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Orthetik

Orthesen wirken funktionsergänzend, stabilisierend, entlastend und korrigierend auf Rumpf und Extremitäten.

Neuro-Orthesen: 
Hilfsmitteln für Patienten nach einem Schlaganfall, Schädel-Hirn-Trauma, multiple Sklerose, zentrale Lähmungen und Rückenmarksverletzungen.

1. Passive / statische Orthesen:
dienen vorrangig der Entlastung, Lagerung und Stützung des betroffenen Bereiches.

2. Aktive / dynamische Orthesen:
dienen überwiegend der Erhaltung der Mobilität/ Bewegung und ergänzen die fehlende Funktionalität der betroffenen Extremität.

Kinder-Orthesen:
Kinder benötigen unsere besondere Fürsorge. Im Einklang mit den Bedürfnissen unserer kleinen Patienten, mit den Eltern, Therapeuten und Ärzten fertigen wir individuelle orthopädische Hilfsmittel, welche die therapeutischen Anforderungen erfüllen und eine kindgerechte Entwicklung unterstützen.

Silikon- Orthesen:
In unserer eigenen Silikonwerkstatt fertigen wir individuelle Orthesen aus Silikon. Besondere Eigenschaften des Materials sind Elastizität, Flexibilität, Schmutzresistenz und Wasserbeständigkeit sowie die Möglichkeit, verschiedene Härtegrade zu kombinieren.  Deshalb führt die Verwendung von Silikonen zu einer hohen Patienten-Compliance und damit zu einem verbesserten Tragekomfort.

Sport-Orthesen:
Sportler sind extremen Belastungen ausgesetzt, dies gilt besonders bei Stürzen oder Unfällen. Gerade dann kommt es auf die Qualität und Erfahrung einer prophylaktischen oder sportorthopädietechnischen Versorgung an. Nicht nur Spitzensportler profitieren dabei von unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung von Orthesen, Bandagen und Einlagen.

Rumpf-Orthesen:
Die Wirbelsäule ist in Ihrer Gesamtheit das zentrale tragende Konstruktionselement des menschlichen Körpers. Funktionelle Beschwerden sowie Fehlstellungen der Wirbelsäule führen Fehlbelastungen, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen. Ein Blick auf die anatomische Komplexität der Wirbelsäule und die umliegenden Strukturen lässt erahnen, wie vielseitig die Möglichkeiten in der Versorgung mit Rumpforthesen sind.

Hand-Orthesen:
Die menschliche Hand verfügt über mehr als zwanzig Freiheitsgrade und ist mit Abstand das komplexeste Werkzeug, das in der Natur zu finden ist. Ihre Rehabilitation erfordert größte Aufmerksamkeit und Erfahrung im Umgang mit Mensch und Material. Durch die eng vernetzte Zusammenarbeit mit Ärzten und Therapeuten sind wir in der Lage, unseren Kunden und Patienten Leistungen nach dem neusten Stand der Technik an zu bieten.

Lagerungsorthesen:
Lagerungsorthesen sind stützende Orthesen, die meist in Ruhephasen getragen werden. Sie lagern den betroffenen Bereich in einer dem Versorgungsziel angepassten Funktionsstellung. Sie dienen häufig der Behandlung oder Vorbeugung von Kontrakturen, werden aber auch zur Korrektur von Fehlstellungen oder zur Entlastung eines bestimmten Bereiches eingesetzt.

Gesichtsmasken:
Gesichtsmasken dienen zum Schutz des betroffenen Gesichtsbereiches. Sie werden häufig nach Frakturen eingesetzt, um dem Sportler die weitere Teilhabe am Sport zu ermöglichen. Wir bieten unseren Kunden ein individuelles System in Abhängigkeit von Diagnose, Einsatzbereich und persönlichen Wünschen, um so die optimale Versorgung für verschiedene Sportarten bieten zu können.

Fußkorrektur-Orthesen:
Bei bestimmten Indikationen wie z.B. bei Klumpfüßen, starken Knick-/Senk-Füßen oder anderen schwereren Fehlstellungen oder Fehlbildungen werden Einlagen nach Gipsabdruck und Modell gefertigt, um ein optimales Versorgungsergebnis zu erreichen.

Zehenkorrektur-Orthesen:
dienen zur Korrektur und oder zur Druckentlastung der betroffenen Zehen. Sie werden individuell aus Silikon gearbeitet und angepasst.

Prothetik und Brustprothetik

Prothesen sind Hilfsmittel, die ein Körperteil ersetzen. In den letzten 10 Jahren entwickelten sich die technischen Möglichkeiten im Prothesenbau mit einer rasanten Geschwindigkeit. Was heute realisiert wird, war vor einigen Jahren noch undenkbar.

Die vielen unterschiedlichen Passteile und Komponenten tragen in der richtigen Kombination zu einer wesentlich besseren Rehabilitation beinamputierter Menschen bei. Doch bei aller Euphorie für die neuen Entwicklungen, seien es Karbonfederfüße, Stoßdämpfer oder computergesteuerter Kniegelenke, wird leider mitunter vergessen, dass die Grundvoraussetzung für eine gute Prothese immer noch ein perfekt sitzender Schaft ist. 

Eine Prothese muss immer den Ansprüchen des Amputierten gerecht werden. Egal wie teuer eine Prothese ist, sie ist immer nur ein Kompromiss aus den unterschiedlichen, teils konträren Anforderungen des einzelnen Patienten. Ein junger im Berufsleben stehender Mensch etwa hat einen hohen Anspruch an Dynamik und Funktion. Je mehr Funktion die einzelnen Bauteile einer Prothese bieten, desto schwerer wird die gesamte Prothese. Ein älterer Mensch hingegen erwartet eine hohe Sicherheit hinsichtlich der Sturzgefahr sowie ein geringes Gewicht. An diese Bauteile werden hier also ganz andere Anforderungen gestellt.

Je nach Bedarf versorgen wir Patienten mit diesen Prothesen:

1. Prothetik obere Extremität

Habitusprothese:
Eine Habitusprothese soll das Körperteil möglichst realistisch abbilden. Gleichzeitig muss sie auch den enormen Kräften und Verschleißbelastungen des Alltags standhalten. Die Ansprüche an eine Prothese sind daher hoch. Das Ziel unserer Versorgung ist, die maximale Funktionalität bei gleichzeitiger Wiederherstellung des äußeren Erscheinungsbildes zu erreichen.

Eigenkraftprothese:
Die Bewegung der mechanischen Prothese wird über die eigene Körperkraft erzeugt. Über eine komplexe Mechanik steuert der Patient mittels Bewegung z.B. der Schulter und des Armstumpfes sowohl das Beugen der Prothese, als auch das Greifen der Hand. Kombinationen mit elektronischen Varianten sind hier durchaus möglich und werden individuell an das Versorgungsziel angepasst.

Myoelektrische Prothese:
Diese Variante gibt dem Patienten verschiedene Funktionen des betroffenen Körperteils zurück., z.B. wenn Sie eine Versorgung ab der Schulter, dem Oberarm oder dem Unterarm benötigen. Bei Teilhandverlust oder Fehlen einzelner Finger ermöglichen individuell angepasste myoelektrische Prothesen dem Patienten, verschiedene Griffmuster je nach Steuerungssystem zu bedienen. Die Finger bewegen sich unabhängig im Zusammenspiel mit den verbliebenen Fingern, bei voller Beweglichkeit des Handgelenkes.

Wir entwickeln individuell angepasste Lösungen für:

  • Teilhandprothesen
  • Unterarmprothesen
  • Oberarmprothesen
  • Schulter-Exartikulationsprothese

2. Prothetik untere Extremität

Vorfuß-Prothesen:
Als Fußprothesen bezeichnet man alle künstlichen Ersatzstücke, die verlorene Körperteile unterhalb des Knöchelgelenkes ersetzen. Für den Patienten bedeutet auch die kleinste Amputation einen Funktionsverlust, denn durch die eingeschränkte oder nicht mehr vorhandene Kraft der Zehen verkleinert sich gleichzeitig die Auftrittsfläche sowie der Vorfußhebel, was zu einer wesentlichen Verringerung der Dynamik führt.

Häufig sind es aber auch kosmetische Gründe die zu einer prothetischen Versorgung führen. Mittels modernster Fertigungstechniken lassen sich täuschend echt wirkende Prothesen herstellen, was die Compliance um einen großen Faktor bereichert.

Unterschenkelprothesen:
Unterschenkelprothesen kommen nach Amputation zum Einsatz, die sich unterhalb des Kniegelenks und oberhalb des Sprunggelenkes befinden. Verschiedene Kriterien sind für die Wahl des Schaftsystems maßgeblich; grundsätzlich unterscheidet man zwischen Unterschenkelprothesen mit Oberschaft (Manschette) und Unterschenkelkurzprothesen. Letztere spiegeln heute den Stand der Technik wieder.

Knie-Exartikulationsprothesen:
Bei einer Knieexartikulation werden die Weichteile im Kniegelenk durchtrennt oder amputiert. Im Vergleich dazu wird bei einer Ober-/ Unterschenkel-Amputation der Knochen durchtrennt. Diese Sonderform einer Oberschenkelamputation weist viele Vorteile auf, aber auch ein paar Nachteile.

Der größte Vorteil einer Knieexartikulation ist, dass das Stumpfende endbelastet werden kann. Das bedeutet, der Amputierte überträgt die Last über das Stumpfende und die große Fläche des Oberschenkels. Es werden keine anderen Stellen des Körpers, beispielsweise das Sitzbein bei einer Oberschenkelamputation, mehr benötigt, um die Last aufzunehmen. Die Lastaufnahme erfolgt weitgehend physiologisch, was sich positiv auf die Körperstatik auswirkt.

Druckstellen treten eher seltener auf. Durch den langen Stumpf verfügt der Patient über sehr gute Hebelverhältnisse unter weitgehender Erhaltung der kompletten Oberschenkelmuskulatur. Im Ergebnis hat der Patient einen kräftigen Stumpf, der die Prothese gut steuern kann. Ein Nachteil ist die schlechtere Kosmetik wegen des langen Stumpfes. Außerdem ist die Auswahl der Kniegelenke begrenzt.

Oberschenkel-Prothesen:
Als Oberschenkelprothese kommt nach einer Amputation des Beines oberhalb des Kniegelenkes bei Durchtrennung des Oberschenkelknochens zum Einsatz. Oberschenkelprothesen bestehen aus fünf Komponenten:

  • Der Schaft fasst den Stumpf und leitet die Kraft auf die Prothese über. Diese Lastübertragung erfolgt bei Oberschenkelprothesen über den Sitzbeinhöcker (Tuber ischiadicum) bzw. die gesamte Oberfläche des Stumpfes. Allerdings ist es notwendig, der Muskulatur Raum für Ausdehnung zu schaffen und die Lastverteilung zu optimieren.
  • das Prothesenknie kann mechanisch ein- oder mehrachsig aufgebaut sein, mit oder ohne Hydraulik, oder mikroprozessorgesteuert sein
  • der Unterschenkelteil besteht meist aus einem Rohrskelett, kann aber auch aus einer Hartschale wie z.B. bei Badeprothesen bestehen. Diese bieten jedoch nur einen eingeschränkten Funktionsumfang.
  • Aktuell werden Prothesenfüße meist aus Carbonfaser eingesetzt. Die Auswahl der Passteile setzt sich aus den verschiedenen individuellen Anforderungen des Patienten zusammen.

Hüft-Exartikulationsprothesen:
Bei einer Hüft-Exartikulation wird der Oberschenkel im Hüftgelenk abgesetzt d.h. die Amputation findet in der Gelenkfläche statt. Dabei werden keine Knochen durchtrennt. Die verbliebenen Weichteilstrukturen werden genutzt, um eine ausreichende Deckung der verbliebenen knöchernen Strukturen zu erreichen. Die technische Versorgung ist kompliziert, da der Patient nicht mehr über aktiv sichernde und steuernde Stumpfhebel verfügt und mit der Prothese drei große Gelenk-/Achsebenen ersetzt werden müssen (Hüft-, Knie-, Fußgelenk). In aller Regel setzt sich die Prothese aus einem Beckenschaft und den Modularteilen für Hüfte, Kniegelenk und Fußkonstruktion zusammen.

3. Brustprothetik

Eine Brust zu verlieren bedeutet für viele Frauen nicht nur ein physisches, sondern auch ein psychisches Problem. Deshalb beraten wir besonders behutsam und diskret in ruhiger, entspannter Atmosphäre. Wir empfehlen Ihnen den passenden Prothesen-BH und einen entsprechenden Badeanzug. Bei Bedarf fertigen wir diese in unserer Werkstatt auch nach Mass an.

Unser Angebot für Sie:

  • Individuelle Sicherheit nach Maß
  • Silikon-Brustprothesen
  • Miederwaren und Bademoden nach Brustoperation
  • Teilprothesenausgleich je nach OP-Methode
  • Versorgung von Lymphödemen nach Brustoperation (Schwellungen im Lymphflüssigkeitsabfluss)
Therapie- und Orthesenschuhe

Therapieschuhe werden immer individuell nach Indikation und für unterschiedliche Verwendung eingesetzt. Es gibt Therapieschuhe für eine zeitlich begrenzte Anwendungsdauer – nicht für den Dauereinsatz im täglichen Leben – und Therapieschuhe für einen längeren oder gar dauerhaften Gebrauch.

Verbandsschuhe (Kurzzeit / Langzeit)
Verbandschuhe bestehen in der Regel aus textilen Materialien, Kunstleder/Lederimitaten, atmungsaktivem Nylon. Sie sind weit zu öffnen und verfügen über ein ausreichendes Volumen zur Aufnahme des mit einem Wund- oder Polsterverband versehenen Fußes.

Fußteil-Entlastungsschuhe
Der Fußteil-Entlastungsschuh wird als Vorfuß-Entlastungsschuh und als Fersen-Entlastungsschuh angeboten.

Stabilisationsschuhe
Stabilisationsschuhe, zum Beispiel bei Lähmungszuständen und Achillessehnenschädigung, sind industriell konfektioniert hergestellte, erhöhte Stiefel, bei denen austausch- und anpassbare Verstärkungselemente die Sprunggelenke oder Achillessehne sichern. Je nach Indikation (zum Beispiel Peronaeuslähmung) verfügen sie über eine erhöhte Fersenkappe, um eine vorhandene Fußheberschwäche auszugleichen.

Orthesenschuhe
Orthesenschuhe sind paarweise angebotene konfektionierte Schuhe. Als Spezialschuhe für den betroffenen Fuß weisen sie ein ausreichendes Volumen zur Aufnahme einer Orthese auf.

Orthopädische Maßschuhe

Der orthopädische Maßschuh ist ein in handwerklicher Einzelanfertigung hergestellter, individueller Maßschuh, der für den einzelnen geschädigten Fuß nach besonderem Maß- und Modellverfahren und über einem individuellen Leisten handwerklich gefertigt und schädigungsabhängig ggf. mit erforderlichen Zusatzarbeiten ausgestattet wird.

Die Herstellung von orthopädischen Maßschuhen ist Vertrauenssache. Denn jedes Paar wird von Grund auf individuell geplant und gefertigt. Diese Herstellung erfolgt in Zusammenarbeit mit Schäftemachern, Lederhändlern und weiteren Partnern, die sich alle dem gleichen Ziel verschrieben haben: Eine für Sie nicht nur medizinisch notwendige, sondern auch optisch ansprechende Schuhversorgung.

Fußabdruck, Erstellung des Leisten nach Gipsabdruck oder Scan, Auswahl und Bearbeitung des Leders, Entwicklung des Designs – für ein optimales Ergebnis sind umfangreiches Fachwissen und Erfahrung von unseren Orthopädieschuhmachern und Orthopädieschuhmachermeistern unverzichtbar. Sie tun alles, dass unsere Kunden mit ihren Maßschuhen glücklich sind und bleiben: Sie bauen sie so funktional wie nötig und so schön wie möglich!

 Bespannung des Fußleisten mit Leder
  • Individuell gefertigter orthopädischer Halbschuh
  • Individuell gefertigter orthopädischer Stiefel
  • Sonderanfertigungen
  • Individuell gefertigter Badeschuh
  • Orthopädischer Interims-Schuh
  • Individuell gefertigter Diabetikerschuh/ -Stiefel
  • Kosmetischer Maßschuh – reine Privatleistung
Individuelle Sitzschalen und Lagerungsorthesen

Sitzhilfen und Lagerungsorthesen dienen der Kompensation ausgeprägter Sitz-/ Liegefehlhaltungen und/oder von Sitz-/Liegehaltungsinstabilitäten. Sie sollen ein dauerhaftes, beschwerdefreies Sitzen und Liegen in einer funktionell und physiologisch günstigen Position ermöglichen.

Sitzschalen und Lagerungsorthesen sind Teil des Sonderbaus und werden grundsätzlich individuell angefertigt. Jeder Körper ist anders, jeder Patient hat spezifische Anforderungen. Nach einer sorgfältigen Bestandsaufnahme, die viel medizinisches Wissen und Erfahrung des Beraters voraussetzt, wird das körperliche Defizit des Patienten mit der bestmöglichen technischen Lösung ausgeglichen. Unser Ziel ist es, die Behinderung, soweit es das Krankheitsbild erlaubt, nicht weiter fortschreiten zu lassen und unserem Patienten gleichzeitig ein Höchstmaß an Komfort zu bieten.

Unsere Stärken: fachkundige medizinische Beratung, sorgfältige Erfassung, Messung und Konzeption, präzise Fertigung des Produktes in unseren Werkstätten, intensive Zusammenarbeit aller Professionalitäten. Die meisten Patienten begleiten wir über viele Jahre, nicht wenige betreuen wir ihr Leben lang.

Typische Anfertigungen:

  • Reha-Buggies und -Kinderwagen,
  • Kinder-Therapiehochstühle für das Sitzen am Tisch
  • Individuell angefertigte, CAD-gefräste Sitzschalen für alle denkbaren Zwecke
  • Schalen für Autositze und Rollstühle
  • Orthesen-Sitzschalen
  • Freitragende Orthesen-Sitzschalen zum Aufbau auf ein Fahrgestell
  • Leichtbausitzschalen für Aktivrollstühle zur Stützung und Verbesserung der Sitzposition
  • Stehständer, Gehilfen

Individuelle Lagerungsorthesen:

  • Systeme zur Bauch- Seiten- und Rückenlagerung
  • Ausführung mit und ohne Rollbrett
  • Herstellung nach Maß oder Vakuumabdruck
Diabetiker-Schutzschuhe und individuelle Fußbettungen

Nervenschädigungen, sog. Polyneuropathien, treten bei etwa einem Drittel aller Menschen mit Diabetes langfristig auf. Druckstellen und kleine Wunden am Fuß werden oft nicht registriert. Wenn sich diese Wunden entzünden und Geschwüre entstehen, spricht man vom diabetischen Fußsyndrom.

Da die Wundheilung wegen der diabetischen Stoffwechsellage und aufgrund von Durchblutungsstörungen in den Beinen zusätzlich beeinträchtigt wird, ist das diabetische Fußsyndrom schwer zu kontrollieren. Das Risiko für erneute Wunden steigt, und die Therapie wird zunehmend schwieriger und komplizierter.

Besonders bei fortgeschrittener Diabetes und im Alter können die Füße stark betroffen sein. Die Patienten verlieren die Empfindung im Fuß, nach Zehamputationen sind die Stabilität und Gangsicherheit stark eingeschränkt. Spezielle Diabetikereinlagen für Ihre Schuhe helfen, diese Probleme zu lindern. Die weichen, antibakteriellen Materialien sind hautfreundlich, entlasten den Fuß und schützen vor Druckstellen. Viele Patienten nutzen die Einlagen in ihren eigenen Schuhen; bei Bedarf liefern wir auch die passenden Schutzschuhe dazu.

Zu jeder Versorgung gehört eine genaue und umfangreiche Fußdruckmessung, mit der unsere Meister die Anforderungen definieren, damit Ihre Füße optimal unterstützt werden.

Wir unterstützen Sie mit diesen Versorgungen:

Diabetiker Schutzschuhe:
Diabetiker Schutzschuhe sind industriell vorgefertigte Schuhe mit einer besonderen Konstruktion, um Druckspitzen an exponierten Stellen des Fußes zu reduzieren, einer besonderen Bettung oder Einlage ausreichend Raum zu bieten, Scherkräfte zu vermindern und eine physiologische Druckumverteilung sicherzustellen.

  • Straßenschuhe
  • Hausschuhe
  • Sportschuhe

Semi-diabetische Fußbettungen:
Semi-diabetische Fußbettungen bestehen aus einer Bettungseinlage, die aufgrund der diabetischen Vorerkrankung prophylaktisch mit einem Diabetikerbezug sowie einer entsprechenden Dämpfungsschicht gefertigt wurde.

Diabetes adaptierte Fußbettungen:
Diabetes adaptierte Fußbettungen werden aus mehreren unterschiedlich weichen Schichten nach individuellem Abdruck hergestellt. Sie verringern Druckspitzen an exponierten Stellen des Fußes und bewirken eine gleichmäßige Belastung der Fußsohle durch Druckumverteilung. Fuß, Fußbettung und Schuh bilden in der Versorgung und Therapie eine funktionelle Einheit.

 

Orthopädische Einlagen und Einlagen in Sonderanfertigung

Einlagen sind funktionelle Orthesen zur Stützung, Bettung oder Korrektur von Fußdeformitäten, speziell zur Entlastung oder Lastumverteilung der Fußweichteile. Nur über ein stabiles Fundament findet eine stimmige Balance unserer einzelnen Körperteile sowohl im Stehen als auch in der Bewegung statt.

Fehlstellungen verursachen eine Dysbalance, welche wir mit enormen Kraftaufwand versuchen auszugleichen. Dies wiederum führt zu Verspannungen und Schmerzen. Eine vermehrte degenerative Abnutzung kann die Folge sein.

Eine individuell auf die entsprechenden Bedürfnisse angepasste Einlage nimmt direkt Einfluss auf die Fehlstellung und wirkt positiv auf die Wiederherstellung der Balance ein. Zusätzlich können schmerzhafte Bereiche entlastet und somit gelindert werden. Unsere Füße spielen dabei eine tragende Rolle.

Unser Fußkompetenz-Zentrum vereint alle Fachbereiche unter einem Dach. Durch kontinuierliche Schulung unserer Mitarbeiter sowie unser ganzheitliches Beratungskonzept von Kopf bis Fuß sind Ihre Füße bei uns in guten Händen.

Statische / bettende Fußeinlagen:
Standard-Einlagen von Basic bis Premium

Sensomotortische Fußeinlagen:
Eine sensomotorische Einlage nennt man auch propriozeptive Einlage. Bei dieser speziellen Einlage wird die Biomechanik des Körpers durch gezielt eingesetzte sensorische Impulse unterstützt. Dabei soll die Aktivität einzelner Muskeln oder Muskelgruppen beim Gehen, Laufen oder Stehen zielgerichtet verändert werden, indem die Muskelspannung erhöht (tonisiert) oder vermindert (detonisiert) wird.

Sondereinlagen nach Gipsabdruck und Modell:
Bei bestimmten Indikationen wie z.B. bei Klumpfüßen, starken Knick-Senk-Füßen oder anderen schwereren Fehlstellungen und Fehlbildungen werden Einlagen nach Gipsabdruck und Modell gefertigt, um ein optimales Versorgungsergebnis zu erreichen.

Einlagen für Arbeitssicherheit:
Orthopädische Einlagen für Träger von Arbeitssicherheitsschuhen unterliegen der DGVU-Regel 112-191 „Benutzung von Fuß- und Knieschutz“. Unsere Einlagen wurden speziell für diese hohen Anforderungen entwickelt und in Kombination mit verschiedenen Sicherheitsschuhen von einem unabhängigen Prüfinstitut geprüft.

Schuhzurichtung

Orthopädische Zurichtungen am konfektionierten Schuh dienen dazu, Fußbeschwerden, die die Gehfähigkeit und Gehausdauer einschränken, zu vermindern oder zu beseitigen. Dazu nutzen wir alle Möglichkeiten:

  • Arbeiten am Absatz zur Schuherhöhung
  • Arbeiten an der Sohle
  • Arbeiten zur Entlastung, Stützung, Polsterung und Schaftveränderung

Diese Zurichtungen bieten wir Ihnen an:

  • Absatz- / Sohlenerhöhung
  • Schuhbodenversteifung
  • Innenrand / Außenranderhöhung
  • Einbau einer Rolle für eine bessere Gangabwicklung

Reparaturen an konfektionierten Schuhen

  • Weichbettungen um Druckstellen zu Entlasten
  • Pufferabsätze um die Wirbelsäule zu entlasten
  • Versteifung im Großzehenbereich um einen Hallux Rigidus zu entlasten
  • Haglund-Fersenentlastungspolster
Narbentherapie

Die Narbentherapie besteht aus vielen Bausteinen verschiedener Fachbereiche. Angefangen von dem behandelnden Arzt, der Physio- und Ergotherapie, der Orthopädietechnik oder dem medizinischen Fachhandel bis hin zur plastischen Chirurgie.

Eine bestmögliche Versorgung des Patienten ist nur möglich, wenn diese Fachbereiche eng zusammenarbeiten und zum richtigen Zeitpunkt die richtige Therapieform auswählen.

Kompression

Kompression in Form von Kompressionskleidung ist der Standard in der Behandlung von hypertrophen Narben und Keloiden. Durch den medizinisch wirksamen Druck auf das Narbengewebe wird ein übermäßiger und ungeordneter Bindegewebsumbau verhindert.

Die Collagenfasern ordnen sich durch den Druck parallel zur Hautoberfläche an. Das Narbengewebe wird dadurch wieder weich und elastisch, die Narbendicke verringert sich und der Juckreiz lässt nach. Wichtig ist, dass dieser Druck auf die Narbe möglichst 23 Stunden täglich erfolgt um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen. Daher sollte immer ein Wechselstück vorhanden sein.

An gewissen Körperregionen kann die Kompressionskleidung alleine nicht wirken. So an allen konkaven Stellen, wie z.B. den Handinnenflächen, den Schlüsselbeinregionen oder anatomisch komplexen Bereichen z.B. nach Lappenplastiken.

Hierfür werden Ausgleichspolster aus Silikon benötigt, die den Kompressionsdruck auf die Narbe übertragen.

Silikon

Silikon ist eine weitere zusätzliche Therapieform in der Narbenbehandlung. In Form von Silikonauflagen oder speziell angefertigten Silikonpolstern wird ein zusätzlich positiver Effekt auf das Narbengewebe erzielt.

Unter der Silikonauflage bleibt die natürliche Feuchtigkeit der Haut erhalten. Die Narbe trocknet nicht aus und wird weicher. Dadurch verbessert sich deutlich die Wirkung der Kompressionskleidung.
Unsere Spezialität sind Silikonsonderbauten, die wir individuell in unserer Silikonwerkstatt nach den Erfordernissen unserer Patienten herstellen:

  • Silikonfingerlinge und Silikonhandschuhe
  • Verbrennungsmasken
  • Fingerspreizer
  • Einzelfingerführung für vorhandene Handorthesen
  • In einer ausführlichen Beratung werden Sie über die Möglichkeiten der Versorgung fachgerecht informiert.

 

Bandagen

Bandagen sind körperteilumschließende oder körperteilanliegende, meist konfektionierte Hilfsmittel. Ihre Funktion ist es, komprimierend und/oder funktionssichernd zu wirken. Die Grundelemente bestehen aus flexiblen Materialien und/oder sind mit festen textilen Bestandteilen ausgestattet.

Kompressionsbandagen:

Zur Stabilisierung, Führung und Entlastung der entsprechenden Extremität.

Innovative, latexfreie 3D-Flachgestricke passen sich optimal an die physiologische Bewegung an. Dies ermöglicht eine funktionelle Kompression mit porpriorezeptiver Wirkung sowie einen idealen Sitz. Durch die Kompressionswirkung wird das Gewebe komprimiert und verdichtet, dadurch entsteht eine Stabilisierende Wirkung.

Soft-Orthesen:
Bietet den Komfort und die Wirkungsweise einer Bandagenversorgung sowie annähernd die Stabilität einer Orthese.

Konfektionierte Orthesen:
Funktionsergänzende, stabilisierende, entlastende und korrigierende Wirkung in konfektionell industrieller Fertigung. Diese beziehen wir ausschließlich von zertifizierten, renommierten Herstellern aus Deutschland.

Sportbandagen und Sportorthesen:
Sportler sind extremen Belastungen ausgesetzt, dies gilt besonders bei Stürzen oder Unfällen. Gerade dann kommt es auf die Qualität und Erfahrung einer prophylaktischen oder sportorthopädietechnischen Versorgung an. Nicht nur Spitzensportler profitieren dabei von unserer langjährigen Erfahrung in der Entwicklung von Orthesen, Bandagen und Einlagen.

Alle Bandagen erhalten Sie teilkonfektioniert oder nach Maß.

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